Mit dem Rad durch Bangladesh

Reise-Impressionen von Alexandros Tsachouridis

 

Hast du schon einmal daran gedacht, durch ein Land zu reisen, in dem dich die unterschiedlichsten Extreme erwarten? Ein Land zu erkunden, welches du bisher nur vom Sofa aus auf dem TV-Bildschirm betrachten konntest? Dich dabei oft gefragt hattest, wie das denn sei, mal selbst dort zu sein? Willst du durch ein Land reisen, bei dem du merken wirst, dass Menschen im Einklang mit der Natur leben – du dich aber erst daran gewöhnen musst, weil sich das zu Anfang ziemlich fremd anfühlt? Fremd, weil du dafür deine gewohnte Komfort-Zone verlassen hast.

In Bangladesh wirst du neuartige Lebensweisen kennen lernen, bei denen du dir das Lächeln nicht verkneifen kannst, weil vor deinen Augen eine simple Logik auf schlaue Umsetzung treffen wird. Du wirst unzähligen Menschen begegnen, die von der Natur lernen anstatt aus Schulbüchern. Und wenn du mit deinem Rad durch die Dörfer rollst, werden die Einheimischen sich freuen, dass du ihre Kultur und Lebensweise aus nächster Nähe betrachten möchtest.

Willst du mal was komplett anderes erleben? Dann schnalle die Packtaschen auf dein Fahrrad, und egal wo du in diesem Land dein Rad abstellen wirst, Jung und Alt werden dich neugierig anschauen, dich herzlichst einladen, dich mit Händen und Füßen danach fragen woher du bist und weshalb du deine eigene Heimat verlassen hast. Meist werden sie deinen Heimatort, das Land in dem du lebst, aber gar nicht kennen. Denn für viele Millionen Einwohner in diesem Land hört die geografische Bildung dort auf, wo das nächste große Nachbardorf beginnt.

Man wird dich gewiss fragen, wie dir die fremden Orte gefallen haben, durch die du schon gereist bist. Alle werden dich mit großen und ehrlichen Augen anschauen und dich bewundern – für deinen Mut die Welt zu bereisen. Dir die Hand reichen und dir gratulieren, dafür dass du einfach mit deinem Fahrrad unterwegs bist. Wenn du Fotos aus deinem Leben und von deinen Reisen zeigst, wirst du diese einfachen Menschen auf Ewigkeiten mit neuen Gedanken beschenken. Sie werden sich dafür unglaublich dankbar zeigen und du wirst das sehr intensiv spüren. Für dein Verhalten werden sie dich einladen wollen, auf einen Tee oder ein Stück Gebäck, vielleicht sogar auf Reis mit Gemüse – vom eigenen Hof natürlich. Sie kochen es auf einfachste Art und Weise vor deinen Augen und backen neben dir frisches Brot, woraufhin du mit ihnen gemeinsam auf dem Boden unserer Erde sitzen wirst. Du wirst mit den Händen essen und dabei merken, dass sich das sehr natürlich anfühlt.

Nach dem Mahl setzt du dich vermutlich noch für eine Weile in den Schatten. Umgeben von lachenden Kindern, die friedlich spielen, schenkst du ein Stück deiner Aufmerksamkeit der atemberaubenden Kulisse aus Reisfeldern, während dich zugleich die Tatsache fesselt, wie weit du doch in die Ferne blicken kannst. Der freie Himmel über dir und die glühende Sonne am Horizont, du mit einem Glas Tee in der Hand. Mit dem Rücken am Baum angelehnt verinnerlichst du die Ruhe um dich herum. Und ich verspreche dir, dieser Moment ist nur einer von vielen unvergesslichen. Dein Besuch in diesem kleinen Land wird dich den Leben lang begleiten, dich vermutlich sehr positiv beeinflussen. In diesem Sinne: Willkommen in Bangladesch – schön, dass du da bist.

Taste dich langsam an die Ortschaften heran, vertraue deinem Gefühl und folge deinem Bauch. Angst wird dich nur begleiten, wenn du mit Vorurteilen einreist. Von Kalkutta her kommend sind die Straßen völlig in Ordnung, die Versorgungsmöglichkeiten komplett ausreichend, die Menschen im Land stets hilfsbereit. Packe deinen Kocher erst gar nicht aus, das Essen überall im Land ist hervorragend, das Obst für zwischendurch stets frisch erhältlich und Wasser aus den Flaschen findest du immer gekühlt, in jedem noch so winzigen Dorf.

Wenn du die kleineren Orte wie Satkhira, Khulna oder Gopalgang zu schätzen gelernt und verstanden hast, dass die Menschen in Bangladesh jedem Gast in ihrer Heimat mit Respekt und Achtung begegnen, dann kannst du in Richtung Hauptstadt aufbrechen – dort beginnt ein Abenteuer der anderen Art. Dafür solltest du mental und körperlich fit sein, Augen und Ohren müssen schnell reagieren, dein Verstand sollte nonstop arbeiten. Es ist ein harter und sehr extremer Kontrast zu den Dörfern. Plane bitte nichts, sondern versuche erst einmal, die Herausforderungen der Mega-Großstadt erfolgreich zu meisten. Viel Erfolg dabei!

Dhaka – die  extreme Form der Urbanisierung. Ein durchgehendes Hupen auf den Straßen. Schlaglöcher, in die dein Rad komplett hineinpasst, Baustellen ohne Abgrenzung, Ampeln die oft gar nicht umschalten, vollbeladene Trucks die sich durch Ausfahrten quetschen, langsam aber gekonnt. Autos die stehen, doch der Motor läuft. Überall tausende von Menschen auf den Gehwegen, dazwischen Märkte mit Waren – meist Klamotten, dafür ist Bangladesh ja weltweit bekannt. Ein paar Meter weiter schießt aus einem Schacht braunes Wasser, es stinkt abartig. Alles, was du vielleicht im TV gesehen hast, fühlt sich auf einmal anders an, wenn du es mit eigenen Augen siehst: An einem Naturseil hängt ein Bauarbeiter, der gerade in die Kanalisation hinabsteigt – er trägt nicht mehr als ein Tuch um die Hüfte. Sein Kopf verschwindet in einem Loch, aus dem der Gestank von Kacke und Abwasser an die Oberfläche dampft. Du stehst da, ohne zu verstehen was gerade passiert, da zieht jemand an deiner Kleidung. Ihm fehlt ein kompletter Arm, er ist nackt und schmutzig, er bittet dich um Kleingeld – du kannst ihm am Stand nebenan Bananen oder Mangos kaufen, vielleicht sogar eine Hose oder dein Gewissen damit besänftigten, in dem du ihm Geld gibst. Es bleibt dir überlassen; du wirst deinen eigenen Weg finden, wie du damit umgehst. Willkommen in Dhaka – willkommen in einer Stadt, die aus allen Nähten platzt. Täglich strömen tausende von Menschen neu hinzu, Platz gibt es keinen, doch das hindert kaum einen daran, sich in der Hauptstadt des Landes niederzulassen.

Salamalkeium!. Du mittendrin, jetzt froh darüber, dass du nur sehr wenig Gepäck am Rad hast, denn so kannst du geschmeidig an den Bussen und Autos vorbeiziehen. Aber Achtung: Vielleicht kommt von links ein Motorrad, auf dem eine ganze Familie Platz gefunden hat, dazu die ganzen Einkäufe vom Bazar. Ein Rückspiegel hat sich bei mir bewährt, vielleicht kaufst du dir einfach schnell für zwei Euro einen, lässt ihn dir montieren und gibst ein wenig Trinkgeld – du bist immerhin in einem der ärmsten Länder der Welt. Mit deinen Euros in der Tasche gehörst du zu den reichsten Menschen im Land. Während dein Rückspiegel montiert wird, blicken dich hunderte von Menschen an – neugierig, nie abwertend, immer mit einem Lächeln im Gesicht.

Die herzlichen, teils verwunderten Blicke der Menschen werden dir für immer in Erinnerung bleiben, so wie du und dein Rad den Einheimischen. Meist junge Menschen, die aus dem Dorf in die Stadt gezogen sind, weil hier die Globalisierung Arbeitsplätze geschaffen hat. Viele junge Männer erhoffen sich in der Stadt eine Karriere, das große Geld, ein bequemes Leben. Nur für ganz wenige wird dieser Traum wahr. Die Mehrheit geht, wie in allen Großstädten unserer Welt, in der Anonymität unter. Ein langer Alltag für wenig Geld, ein Leben im Chaos mit minimaler Aussicht auf den großen Erfolg. Doch alle, ob Student, Verkäufer, einfacher Arbeiter, Taxifahrer, Gebäudereiniger, Bananenverkäufer oder der alte Mann an der Tankstelle, sie bleiben durchweg cool, auch wenn ihr Traum nie in Erfüllung geht. Der leckere Tee im Land trägt zur Lockerheit bei und ist gleichzeitig fester Bestandteil der Kultur. Darum findest du alle 20 Meter einen Teestand, an dem sich immer Leute ein paar Minuten Zeit für eine Pause nehmen. Gönne dir für drei bis sieben Cent eine heiße Abkühlung. Leute werden dich einladen wollen, doch du kannst den Spieß einfach umdrehen und alle Menschen am Stand einladen. Dieses Vergnügen kostet dich im Extremfall einen bis drei Euro.

Wenn du dort für einen kurzen Stop dein Rad abgestellt hast, wirst du wenige Minuten später von mindestens zwei Dutzend Menschen umringt sein, die dich friedlich anblicken, erkunden und anlächeln werden. Vielleicht möchte jemand sogar deine Hand schütteln, weil er noch nie einen weißen Menschen getroffen hat – er wird diesen Moment genauso wie du selbst auf Ewigkeiten in Erinnerung behalten. Manch einer wird dich bitten, dass du ihm deinen Pass zeigst, denn er selbst besitzt keinen, wie Millionen von Menschen in Bangladesch. Ein anderer fragt nach einem Autogramm, einem Foto oder deiner Freundschaft auf Facebook. Die Aufmerksamkeit kann schmeicheln, dich an manch Tagen aber auch überfordern. Bleibe ruhig, sei relaxed und genieße einfach. Du wirst während dieser Minuten viel über den Mensch, dich selbst und über unsere Welt erfahren.

Der heiße Tee kühlt dich herunter, der Zucker schenkt dir Kraft und die Ruhe dazwischen macht dir klar, dass inmitten von Stress, Hektik und extremer Hitze eine Runde Lal-Cha oder Dut-Cha mehr bedeutet als heiße Flüssigkeit und ein wenig Pause. Der Tee (ohne oder mit Milch) im Land bringt dich wieder zur Besinnung und schenkt dir friedliche Momente und unzählige Geschichten von Menschen, die nur paar Wörter Englisch sprechen. Wenn das Glück es gut mit dir meint, wirst du auf jemanden treffen, der fließend mit dir kommunizieren kann. Dann wird aus deiner Teepause auch mal eine lange Mittagspause. Eine unvergessliche, das garantiere ich dir.

Bevor du weiter radelst, schaue dich einmal um und atme nicht zu tief ein, denn der feine Staub wird sich tief in deiner Nase festsetzen – am Abend, wenn du sie putzt, weißt du wovon ich rede. Zurück ins Geschehen: Du sitzt auf deinem Rad und siehst vor dir eine Stadt im Chaos, so scheint es erst einmal. Doch wenn du genauer hinschaust, merkst du, dass das Bild dieser Stadt nicht aus dem Schmutz am Straßenrand, den Bettlern inmitten des Verkehrs und den halb fertig gebauten Gebäuden besteht. Das Gesicht der Stadt sind die Menschen, die darin überleben und stets mit einem Lächeln auf dich blicken. Manch einer mag ein wenig neidisch sein, weil er ahnen kann, wie und wo du lebst, doch er wird dich dafür nicht verurteilen, sondern bewundern! Vielleicht, weil er sich seinen Lebensraum mit mehr als 150 Millionen anderen Menschen teilt und weiß, dass es für Neid keinen Platz in seinem Land gibt – wo auch? Allein die Hauptstadt zählt offiziell mehr als 12 Millionen Einwohner, das ist dreimal Berlin. Das ganze Land jedoch ist nicht viel größer als Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen.

Am Abend nimmst du dir für drei bis fünf Euro ein Zimmer – mehr als ein Tagelohn für viele in diesem Land, sei dir dessen bitte bewusst! Du denkst daran, wie du gerade mal 20 km durch die Stadt gemeistert hast – an einem halben Tag. Doch viel mehr blickst du auf das Gespräch zurück, an einem der Teestände. Als du von einem jungen Mann erfahren hast, wie er sein Land, die Welt und das Leben der Menschen betrachtet – eine Sichtweise, die du nie in den Nachrichten hören wirst. Du denkst zurück, wie du von einem gebildeten jungen Mann aus einer Großstadt seine kindlichen Träume, seine größten Wünsche und seiner tiefsten Sehnsüchte, aber auch die echten Schattenseiten der Großstadt erfahren hast. Dhaka hat Bezirke, wo manche Ecken für dich nicht zugänglich sind. Dort hört das Abenteuer für dich auf, für manch einen Bangladeshi beginnt dort jedoch – leider – die knallharte Realität: Vergewaltigung, Menschenhandel, Zwangsarbeit, das Geschäft mit der geplanten Bettelei und der übliche Handel mit Betäubungsmitteln, kontrolliert von korrupten Beamten der Regierung und gewalttätigen Polizisten. Aber daran ändert ein einfacher Radfahrer nichts und deshalb rate ich dir: Lasse das nicht zu nah an dich heran, sondern schätze und respektiere noch mehr, dass dein Leben nicht davon betroffen ist. Du wirst vieles in diesem Land sehen, was dich fertig macht – doch was kannst du daran ändern? Du wirst das nach deiner Abreise verarbeiten, langsam und Stück für Stück, in deiner gewohnten Komfort-Zone.

Bangladesh hat mir gezeigt, dass in den Dörfern oft nur wenig Bildung bzw. „Allgemeinwissen“ existiert. Sie wissen nicht, wo Europa oder Amerika liegt, kennen meist nur Russland wegen der Größe, Deutschland und Italien wegen dem Fußball und Amerika durch die Öl-Kriege und wegen der Dollar-Währung. Die Dorfbewohner kennen weder die Geschichte vom Zweiten Weltkrieg noch haben sie jemals von Sokrates und Platon gehört, doch wissen sie überall von Kindesalter an, wie man im Garten Auberginen, Reis, Tomaten, Karotten, Kartoffeln und Zuccini anbaut. Jedes noch so kleine Kind weiß, wie man Ziegen melkt und wie die Tiere auf dem freien Land abends wieder behutsam ihren Platz in der Scheune finden. Ob groß oder klein, sie sammeln in Gruppen die Mangos von den Bäumen oder die Wassermelonen vom Feld, ernten ihr Getreide und legen es an der Straße zum Trocknen aus, je nach Saison – wer zu viel hat teilt, tauscht oder gibt an Bedürftige ab. Der Gemeinschaftssinn in den Dörfern hat mich stets fasziniert und mich erkennen lassen, dass im Zusammenhalt ein großes Stück innerer Frieden blüht. Die Gesichter der Menschen während meiner Radreisen durch die Dörfer blieben mir bis heute in Erinnerung und schenken mir immer noch oft ein Lächeln, wenn ich hier in Europa mein eigenes Leben reflektiere.

Ich traf Heiler, die für jeden Schmerz ein Gewürz oder eine Pflanze parat hatten – ihr Wissen in diesem Bereich ist eine Kombination aus westlicher Medizin, asiatischer Heilkunst und den Kräften der Selbstheilung. Die Menschen sind sehr einfach angezogen und tragen meist Sandalen. Frauen sind in feine Tücher eingehüllt, die Hüften sind bedeckt, auch die Beine, der Kopf nur leicht, das gepflegte und schöne Haar hängt oft an den Seiten hinaus. Männer kleiden sich mit einfachen Hemden und knoten ein traditionelles Tuch um die Hüfte, das einem Rock ähnelt. Auch ich trug gleich zu Beginn aus Gründen des Komforts und der Hitze nichts anderes mehr. Männer und Frauen pflegen ihre Haut mit Ölen, die sie selber herstellen, etwa Senf- oder Kokosnussöl. Während meiner Zeit in Bangladesh ist mir aufgefallen, dass fast alle Menschen sehr gepflegt sind – Fingernägel, Fußnägel, die Bärte der Männer und überhaupt die Haare der Menschen. Frauen pflücken Blätter und stellen daraus natürliche Aromen her, die sie dezent auf ihre Haut auftragen. Männer lassen sich oft täglich für wenige Cent den Bart im Herrensalon schneiden – ein kleines Stück Luxus und ein Job, der im Land nicht wegzudenken ist.

Mein körperliches und emotionales Wohlbefinden während der Zeit in Bangladesh war ideal, denn man lehrte mir vieles über Ernährung, Verdauung, Atmung, Körperhaltung und gesunden Schlaf. Herzinfarkte, Krebs, Rückenschmerzen, Depressionen oder Akne sind im Land nur sehr selten anzutreffen. In den Dörfern traf ich 80-jährige Großeltern, die noch alle Zähne im Mund und in ihrem ganzen Leben noch nicht einmal einen Zahnarzt gesehen hatten. Mir erschien es oft so, als wäre für die Menschen der harte Alltag auf dem Feld zwar anstrengend, doch am Ende des Tages wussten sie alle, was sie essen, und schätzten ihre Mahlzeit deshalb umso mehr. Ihr zufriedener Gesichtsausdruck bleibt ein unbezahlbares Geschenk. Diese einfachen Menschen lehrten mich, dankbar zu sein und nicht mehr haben zu wollen, als ich geben kann.

Während meiner Zeit in Bangladesh erkundete ich viele Orte, lebte für Tage mit fremden Familien zusammen oder half in den Dörfern bei der Alltagsarbeit mit, um den täglichen Ablauf mit eigener Kraft miterleben zu dürfen. Meine Meinung bis heute: In diesem Land herrscht ein sehr großer Gemeinschaftssinn. In den kleinen Ortschaften funktioniert alles, keiner streitet, das Lächeln der Menschen reflektiert ihre tiefe Zufriedenheit. Es wird völlig offensichtlich extrem hart gearbeitet und die Arbeit auf dem Feld ist das A und O für Millionen von Menschen! Was ich in den Dörfern erlebt habe zeigte mir, dass meine Bildung aus der Schule meinen Magen nicht gesättigt hätte. Denn die Menschen dort sprechen nicht wie ich drei Sprachen, können aber mit ihren Talenten drei Familien ernähren.

Mir erging es während meiner drei Monate in Bangladesh oft so, dass ich verzweifelt war, vor allem wegen meiner Zeit in Dhaka und der Tatsache, dass dort viele internationale Firmen ihre Klamotten unter extrem schlechten Standards produzieren lassen, wir uns aber diese Tatsache und die damit verbundene Verantwortung nicht vor Augen halten, sie geradezu ausblenden. Dhaka ist ein Ort, an dem die Auswirkungen der Globalisierung all ihre Vorteile und Nachteile aufeinanderprallen lässt. Ein Ort, an dem man für sich selbst erkennet, dass man zu Hause vermutlich wenig echte Gründe finden wird zu meckern. Ich zerbrach fast an der Ungerechtigkeit in diesem Land, vor allem im Bezug auf die Unterdrückung der Frauen in der Hauptstadt. Denn zu 99,9% sind es junge Mädchen und Frauen die für die Textilindustrie arbeiten. Ihr Monatslohn bewegt sich im Bereich von 30 bis 50 US$. Mein Weltschmerz war teils so groß, dass ich einfach nur raus aus Dhaka wollte – doch was hätte das geändert? Ich musste lernen, der Realität ins Gesicht zu schauen. Immerhin war ich in Europa von Kindheit an von Kopf bis Fuß mit ihr eingekleidet.

Diese Fakten – ja, das tat weh, doch jeder Schmerz macht auch stärker. Denn schlussendlich ist das nicht mein Kampf und ich kann heute, nach mehr als einem Jahr seit meiner Radreise in Bangladesh, deutlich bewusster mein eigenes Leben leben, erleben und teils auch gegenüber meinen Mitmenschen vorbildlicher und nachhaltiger handeln. Was ich aus Bangladesh mitnehme ist definitiv die Tatsache, dass mich die schönsten Gesichter, die reinsten Augen und das beeindruckendste Lächeln meist von den Menschen erreichte, die am wenigsten hatten. Diese unglaubliche Gabe jener so einfachen Menschen wird mich mein Leben lang begleiten. Für diese unzähligen und höchst inspirierenden Erfahrungen bin ich den Bangladeshis sehr dankbar und kann daher nur jedem Radfahrer eine Reise in dieses Land empfehlen.

Danke für eure Aufmerksamkeit – Alexandros Tsachouridis (www.bike4peace.eu)

 

Zusätzliche Anmerkungen

Viele Rucksack-Reisende, die ich in Indien traf, erklärten mir, dass es sie nicht nach Bangladesh ziehen würde, weil das ein „Indien im Kleinformat“ wäre. Das unterstreiche ich in keiner Weise, denn Bangladesh und die Bevölkerung deklarieren sich selbst als muslimisches Land, sind zwar von der Globalisierung auch und ebenso stark betroffen wie ihr indischer Nachbar, doch existiert in ihrem Land nicht solch eine massive Tourismusbranche, wie das in Indien definitiv der Fall ist. Das führt dazu, dass man in Bangladesh an vielen Orten als erster „weißer Mann, weiße Frau“ begrüßt wird. Das bringt eine gewisse Natürlichkeit mit sich, welche man spürt und nicht vergessen wird. Florian Schmale (www.onemanonebikeoneworld) berichtet auf seiner Seite unter Bangladesh von einer netten Geschichte bei seiner Ausreise nach Indien. Sie deckt sich sehr gut mit meinen eigenen Erfahrungen, wenn es um die Hilfsbereitschaft geht. Wie schon mehrmals erwähnt ist das eine Eigenschaft der Menschen in Bangladesh, die ganz klar und treffend den Charakter im Land definiert.

Es gibt in Bangladesh nur wenige Orte, wo man einsam und alleine mal einen Tee genießen kann. Auf einer Fläche von 147.570 km² leben mehr als 150 Millionen Menschen; das Land zählt zu der am dichtesten besiedelten unserer Erde. Ich selbst empfand das jedoch nie als Druck. Denn im Gegensatz zu meinen fünf Monaten in Indien passierte es mir nie, dass man mich in Bangladesh gedrängt, gezwungen oder zu intensiv mit Fragen und Gesprächen konfrontiert hat. Bangladesh ist ruhiger, noch bescheidener und vor allem noch viel lustiger – das Lachen der Menschen begleitet vom Westen bis in den Osten des Landes. Die Bangladeshis halten viel mehr körperlichen Abstand zu einem fremden Menschen als das in Indien der Fall ist.

Generell kann man sich auf dem Land, in den vielen kleinen Dörfern, wo Honig, Lederwaren oder Körbe und andere Utensilien aus Bambus produziert werden, am besten ein Bild dieser naturverbundenen Menschen und ihrer sehr bewussten Lebenskultur verschaffen.

 

Nachfolgend ein paar Orte, die mich während meiner Zeit in Bangladesh stark beeindruckt haben.

 

Satkhira

Nicht weit weg von Satkhira beginnt der Mangrovenwald, der größte unserer Erde. Durch die Tatsache, dass sich Bangladesh mit Indien dieses Naturschauspiel teilt, wäre ein Besuch in Bangladesh sicherlich mit dem Besuch der geschützten Ressorts kombinierbar. Dieser Besuch muss aber im Gespräch für das Visum erwähnt werden, denn Touren dorthin sind sehr stark abhängig von Genehmigungen (die je nach politischer Lage einfacher oder schwerer zu erhalten sind) und erfordern zugleich mehr Zeit für die Organisation, weshalb ein 14-Tage-Visum zeitlich zu kurz ausfallen könnte.

Leider gibt es sehr strenge Auflagen für Foto- und Videoaufnahmen; man braucht eine Sondergenehmigung aus Dhaka. Um diese Genehmigung zu erhalten, benötigt es Geld und Zeit. Der Grund sind die unzähligen Dokumentationen, die über den Bengalischen Tiger gedreht wurden sind. Da in Indien kaum mehr Tiger gesichtet worden sind, machten sich bekannte Filmemacher auf nach Bangladesh, wo auch 63% des Waldes liegen. Der Tiger ist vom Aussterben bedroht, die Regierung in Dhaka wittert das Geschäft und differenziert seit Jahren nicht mehr wirklich zwischen Touristen und Filmemachern. Wer solch eine Tour miterleben möchte, lässt also der Einfachheit halber die Kamera zu Hause und genießt so die teure Rundfahrt über die Flüsse. Laut Aussagen von Bekannten in Bangladesh ist das eine sehr interessante Tour, bei der in Englisch auf die Wichtigkeit des Waldes eingegangen wird. Das Panorama, welches man von den kleinen Schiffen aus sieht, sei unglaublich lebendig, da man im Wald noch viele Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum sieht.

Wer den Wald auslässt hat in Satkhira die Möglichkeit, Enzo und Laura zu besuchen. Vincenzo Falcone und seine Frau stammen ursprünglich aus Italien und haben vor über 20 Jahren hier im Ackerland das erste Haus gebaut, um Einheimischen unter die Arme zu greifen. Die Nicht-Regierungs-Organisation verfügt heute jährlich über ein Kapital von einer Million Euro, das komplett von privaten Spendern in Europa zusammengetragen wurde. Meine Wenigkeit war froh über den Kontakt zu der Familie, da das Ehepaar perfekt Englisch, Italienisch und Bengali spricht. Die NGO Rishilpi erschafft Arbeitsplätze im Dorf und bietet Einheimischen an, Produkte aus Leder zu fertigen, die im Inland zum Verkauf angeboten werden. Es gibt eine Schule für die Kinder im Dorf und die Einrichtung hat auch Therapieräume, in denen Jungs und Mädchen mit körperlichen Missbildungen behandelt werden. Ziel ist es, durch Arbeit, Bildung und Nächstenliebe die Grundlage für ein zufriedenes Leben zu ermöglichen. Enzo gab mir gleich zu Beginn meiner Zeit einen guten Überblick über die Sitten in Bangladesh, und wie ich später Stück für Stück selbst erfahren habe, ist das soziale Engagement der Familie weit über das Land verteilt anerkannt. Enzo und Laura empfangen Reisende mit sehr viel Herz – wenn möglich, schaut vorbei.

 

Khulna

Von Satkhira aus führen frisch asphaltierte Straßen ins 60 km entfernte Khulna. Die ebene Strecke verläuft durch einsame Orte, an denen kleine und große Reisfelder das Land bedecken. Hier radelt es sich bequem, während links und rechts schöne Reislandschaften im Sonnenlicht glänzen. Vorbei an kleinen Dörfern, wo noch mit Hilfe von Ochsen die Äcker bewirtschaftet werden, hält man gerne an einem der vielen Teestände. Frisches Gemüse ist auf der ganzen Strecke erhältlich und auch leckeres Essen und Süßspeisen. In Khulna angekommen fühlt man sich wie in einem großen Dorf, das langsam aber sicher zur Stadt heranwächst. Khulna ist bekannt für seine Schreinereien – die Schränke, Betten, Stühle und Tische, alle komplett in Handarbeit gefertigt, werden bis in die hintersten Ecken des Landes ausgeliefert. Einige sehenswerte Schreinereien sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Das gilt auch für die Werkstätten, die mit Stahl und anderem Metall arbeiten. Nicht erschrecken, denn in den Betrieben arbeiten schon die jüngsten Kinder der Familie mit. Über das ganze Land verteilt wird man sehen, dass jung und alt hart arbeiten müssen, Frauen teilweise sogar härter als die Männer. Betriebe, in denen Zwangsarbeit stattfindet, sind für den Tourismus nicht zugänglich. Nur mit viel Recherche und mit der Hilfe von Einheimischen ist der Besuch solcher Betriebe möglich – zum Beispiel in den Außenbezirken von Dhaka.

 

Dhaka

Dhaka ist eine extrem schnell wachsende Stadt und das Fahrrad, speziell das Fahrrad-Taxi (Rikscha) ist noch unantastbar die Nummer Eins im Bereich Mobilität. Was positiv auffällt: Für die junge Generation besitzt ein hochwertiges Fahrrad um einiges mehr an Wert als ein Auto, denn das Auto hat in dieser Stadt kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Wer die größte Rad-Community der Hauptstadt erleben möchte, sollte die Jungs und Mädels von BDCyclist besuchen (http://bdcyclists.com). Mehr als 10 000 Mitglieder zählte der Verein im Jahr 2013.

BDCyclist und deren Gründer führen einen sehr schlicht gehaltenen Laden, der namhafte Ersatzteile und sehr professionelles Personal bietet. Die lokalen MTB-Fahrer aus Dhaka sind oft zu Gast und planen regelmäßige Ausflüge ins Umland. Bei den Teilnehmern handelt es sich meist um Kinder und Jugendliche der Mittelklasse, die oft selbst nicht mehr als Dhaka und seine Außenbezirke gesehen haben. Diese Jungs und Mädels sind definitiv an deinen Reise-Geschichten interessiert. Meist haben sie Smartphones und der eine oder andere wird sich wünschen, dass man sich über soziale Netzwerke verknüpft. Teile deine Erfahrungen, denn diese neugierige Jugend wird dir dafür danken und du selbst wirst neue Perspektiven kennen lernen.

Die Touren bei BDCyclist sind manchmal klein und haben ca. 20-30 Teilnehmer, es gibt aber auch welche mit bis zu 100 Leuten im Umland von Dhaka. Du wirst Augen machen, was für hochwertige Räder dort anzutreffen sind. Junge Männer in kompletter Radkleidung, mit GPS-Systemen und mit teuren MTBs – wieder ein Extrem in der Großstadt. Natürlich bietet dieser Ort jede Menge Gesprächsstoff, und dank der perfekten Kommunikation auf Englisch erfährt man einiges über Bangladesh und die unterschiedlichen Sichtweisen junger Menschen. Für mich war der Besuch bei BDCyclist eine lehrreiche Erfahrung und ich konnte gute Kontakte zur wachsenden Rad-Community knüpfen, die bis heute halten.

Ergänzung zu Dhaka: Muntasir Mamun ist eindeutig der bekannteste Touren-Radfahrer aus Bangladesh. Im Oktober 2014 radelte er mit zwei weiteren Leuten für einen guten Zweck durch Kanada. Das war eines seiner Projekte mit dem Ziel, mehr Bewusstsein im Bereich Müllentsorgung und Recycling sowie für den besseren Umgang mit der Natur und ein nachhaltigeres Verhalten im Alltag zu erschaffen. Eine sehr interessante und bewusste Persönlichkeit, für mich ein persönliches Highlight während meinem Aufenthalt in Dhaka (www.muntasirmamun.com)

 

Chittagong

Eine Hafenstadt, die wieder die Ausmaße der Globalisierung deutlich erkennbar macht. Hektisch, wie immer ein Verkehr ohne Regeln, dreckig, offene Baustellen, tiefe Löcher und große sowie kleine Gegenstände mitten auf der Fahrbahn. Generell sehr staubig! In die Außenbezirke habe ich mich nach meinen Erfahrungen in Dhaka nicht getraut. Ich genoss die Bekanntschaft zu Musikern, die mir aus ihrem Leben erzählten und mir fantastische Restaurants zeigten. Durch die Lage am Wasser gibt es dort unglaublich guten Fisch zu essen – und das sage ich, der viel Zeit in Griechenland verbracht hat. Auch sonst ist köstliches Essen (scharf, fleischig, vegetarisch) an allen Ecken sehr preiswert erhältlich, feinster Tee aus dem Hochgebirge und sündhaft leckere Süßwaren natürlich auch. Der Handel mit Klamotten ist, wie fast überall im Land, auch hier sehr auffällig.

Die indische Botschaft hat einen Zweitsitz in Chittagong. Aber Achtung, erste Anlaufstelle für ein Indien-Visum ist laut offizieller Regelung der Hauptsitz der Konsularabteilung in Dhaka. Nur mit sehr viel Mühe und der Hilfe eines Einheimischen wurde mir das Indien-Visum in Chittagong ausgestellt.

 

Cox´s Bazar

Cox´s Bazar ist für viele wohlhabende Einheimische der Urlaubsort Nr. 1 – auch wenn die Besucher das Wasser nicht betreten, sondern viel lieber Fotos davon machen. Während meinen Tagen am Meer war ich mit wenigen sehr unterhaltsamen Kindern der einzige Erwachsene, der im Meer schwamm. Obwohl die Menschen aus Cox´s Bazar am Wasser leben, können viele von ihnen gar nicht schwimmen. Die Stadt lebt von der fast ganzjährig anreisenden Mittelklasse, die sich den Aufenthalt in den Hotels leisten kann. Die Preise sind jedoch für einen westlichen Touristen völlig akzeptabel. Der Sandstrand mit seiner unglaublichen Länge von ca. 150 km erstreckt sich bis zur Grenze von Myanmar. Der Weg von Chittagong nach Cox´s Bazar lohnt sich, wenn auch von dort kein Weiterkommen mehr in Richtung Myanmar möglich ist; die Lage im Süden und die Nähe zur Grenze ist zu gefährlich. Die anhaltenden Konflikte zwischen Bangladesh und Myanmar sind nicht zu unterschätzen. Mit eigenen Augen sah ich im Golf von Bengalen Militärschiffe im Meer und bewaffnete Soldaten an den Grenzen. Von Mitarbeitern der UN erfuhr ich schon in Dhaka, dass mich in Myanmar extreme Gruppen als Geisel festhalten könnten, um Lösegeld zu fordern.

 

Ich gab meinen Traum, mit dem Rad von Bangladesh durch Myanmar nach Thailand weiter zu reisen, nach fast drei Monaten auf. Bald sehen die Dinge vielleicht anders aus, da sich die Situation in Myanmar ja wenige Monate nach meiner Abreise aus Bangladesh enorm positiv entwickelt hatte, das Land sich nach allen Seiten langsam, aber sicher öffnet. Aktuelle Informationen, dass jemand mit dem Rad die Strecke von Indien über Bangladesh und Myanmar nach Thailand mit dem Rad bewältigt hätte, liegen mir bis heute nicht vor.

 

Klima

Das Klima Bangladeshs ist tropisch. Generell ist es sehr warm, extrem trocken und durch die vielen Bäche und Seen ist es unausweichlich, gegen Abend nicht von Moskitos gestochen zu werden. Während der Monate im Land, erlebte ich Hitze und Regen, laut Aussagen der Einheimischen wird es im Land nie wirklich kühl, eher nass. Die Straßen sind während der Regenzeit oftmals für Autos unbefahrbar. Mit dem Rad ist ein Weiterkommen möglich, kann aber sicherlich zum Abenteuer werden.

Ich empfehle leichte Kleidung und lange Hosen, wegen der Moskitos. Regenjacke und Mütze sind sicherlich auch nicht falsch. Während meiner Zeit in Cox´s Bazar war es mittags so heiß, dass man es nur im Schatten aushalten konnte. Den Kopf hielt ich meist bedeckt, aber auch oft die Arme, den Rücken und die Schultern. Flüssigkeit bitte nur aus Liter-Flaschen, die man überall für ca. 20-30 Cent erhält. Bitte auch darauf achten, dass man die am Straßenrand erhältlichen frischen Säfte ohne Eis trinkt, da die Eiswürfel aus Leitungswasser bestehen, welches wiederum Fieber und Durchfall verursachen kann.

 

Einreise

Eine Einreise mit dem Rad ist ohne weiteres möglich, wenn man das im persönlichen Gespräch erwähnt. Auf dem Visum im Pass sollte unter „Entry & Exit“ zusätzlich zur Bemerkung „by Air“ die Anmerkung „by road“ notiert werden. In Indien (Kalkutta) beantragt man dafür bei der Bangladesh Deputy High Commission sein Visum, welches im Normalfall ab Einreise mindestens 14 Tage gültig ist. Mit den richtigen Worten, aber auch ein wenig abhängig vom „First Secretary“ (Consular) sind auch 30 Tage möglich. Am 30.01.2013 erhielt ich 60 Tage – pures Glück, weil sich der damalige Sekretär Toffazal Hussain als großer Fan der griechischen Philosophie entpuppte. Andere Touristen erhielten vor meinen Augen nur jeweils 14 Tage, so auch der deutsche Fernradler Florian Schmale (www.onemanonebikeoneworld), welcher zum ähnlichen Zeitpunkt seinen Antrag in Kalkutta stellte. Doch es ist möglich, das Visum in Dhaka oder (schwieriger) in Khulna und Chittagong mehrmals um 30 Tage verlängern zu lassen. Die Gebühren für den Erstantrag sowie für die Verlängerung sind abhängig von der jeweiligen Nationalität.

Der Ablauf ähnelt anderen Visa-Beantragungen: Fotos in der gewünschten Größe und Passkopien bereit halten, Formulare vor Ort ausfüllen. Wie im asiatischen Raum üblich ist der Ausdruck von Passfotos gleich in der direkten Nähe der Konsularabteilung möglich. Rechne mit bis zu drei Werktagen für die Bearbeitung.

   
   
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