Mit dem Fahrrad Weltführer querweltein durch Amerika, Afrika, Asien, Australien und Ozeanien

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 Vorwort / Editorial

Willkommen in der vierten Auflage des Fahrrad Weltführers – wir freuen uns sehr, nach fast zwei Jahren harter Arbeit und dem Sammeln unzähliger Updates und Informationen jetzt das Ergebnis dieses "Mammut-Projekts" vorlegen zu können. Auch wenn das neue Buch auf den ersten Blick fast aussieht wie sein Vorgänger – das täuscht. Und wenn ich in der letzten Auflage schon sagen konnte "von allen Büchern, die ich bislang geschrieben oder bearbeitet habe, war dieses Projekt mit Abstand das zeitaufwendigste", so gilt dies für das vorliegende Werk erst recht. Die Welt ist leider nicht einfacher geworden, im Gegenteil (Stichwort: "Arabischer Frühling"). Andrerseits kann man sich aber heute Regionen per Rad erschließen, die vor wenigen Jahren noch absolut off limits waren – die Durchquerung von Myanmar per pedales beispielsweise haben Welt-Radler schon seit den Zeiten Heinz Helfgens herbeigesehnt, Bhutan oder auch Bangladesh waren für lange Zeit radfahrerisches Niemandsland, der Iran gilt mittlerweile als eines der bei Fernradlern beliebtesten Länder weltweit, und dass die Nordspitze Australiens (Cape York / Queensland) kein Terrain für Radfahrer sei kann man jetzt auch unter der Rubrik "Vergangenheit" ablegen…

Die Welt ist und bleibt spannend, und unter dem Strich ist das vorliegende Buch eine völlige Neukonstruktion. Es wurde wieder überhaupt nur möglich, weil mehr als 30 Rad-Toureros als Co-Autoren (s. die Autorenportraits ab Seite 763 und die jeweiligen Kürzel bei den Länderkapiteln) ihr Bestes gegeben und ihre Informationen und Reisestories beigesteuert haben. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt – dank ihnen gibt es kaum noch einen weißen Fleck auf der Radler-Weltkarte. Darüber hinaus haben wir jeden, aber auch jeden Link aus der Vorauflage überprüft und durch eine Vielzahl neuer ergänzt.

Trotzdem, eine Anmerkung ist mir noch wichtig. Aus der Zeit, als ich Abteilungsleiter an einer recht großen Volkshochschule im Raum Stuttgart war, erinnere ich mich oft an den Satz (er stammt nicht von mir): "Goethe und Kant gehörten zu den letzten Menschen auf dieser Welt, die über eine universelle Bildung verfügten". Das war im ausgehenden 18. Jahrhundert und ist leider sowas von wahr – spätestens nach Humboldt gerieten selbst die herausragendsten Wissenschaftler und größten Denker zwangsweise zu Fachgelehrten, weil kein Mensch mehr in der Lage war, den explosionsartig größer werdenden Wissensstand der Welt komplett zu überblicken. Was das mit dem Fahrrad Weltführer zu tun hat? Eine ganze Menge – wir geraten immer mehr in den Informationsstrudel unserer komplexen und sich immer schneller drehenden Gesellschaft. Kein Lexikon, kein Wikipedia, auch nicht das beste Forum kann stets und bei jeder Frage mit der aktuellsten Info weiterhelfen – auch nicht dieses Buch. Doch es kann (und soll) in Zeiten umfassender Reizüberflutung eine Struktur bieten, eine Gebrauchsanweisung, neudeutsch ein Manual, wie man die Planung einer globalen Radtour angeht. So besehen ist der Fahrrad Weltführer mit seiner Kombination aus Basisinformationen, Fakten, Web-Links und den unterschiedlichsten Erlebnisberichten seit vielen Jahren ein Standardwerk, der erste große Schritt zur umfassenden Detailplanung.

Wie schon für die vorige Auflage gilt auch für diese: Der Fahrrad Weltführer, von Radlern für Radler geschrieben, soll sich stets selbst erneuern und immer auf dem aktuellsten Stand sein! Dazu stellen wir laufend Änderungen und Updates ins Web (unter Angabe der entsprechenden Buchseite) und bitten vor allem um eure Mithilfe. Mailt uns bitte alles, was sich geändert hat oder euren "Nachradlern" eine Hilfe sein könnte – wir werden es gewissenhaft auf unserer Homepage allen zugänglich machen (und natürlich auch immer selbst das Ohr am Boden halten). Auch sinnvolle Ergänzungen und informative Web-Links sind stets willkommen.

Genug der Vorrede. Pedalt euch also durch die Seiten, lasst euch inspirieren, beginnt zu planen und zu träumen… Wie sprach doch einst schon Alexander von Humboldt: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." Das stimmt. Die Welt dort draußen ist meist viel besser als ihr Ruf, und unmittelbarer als mit dem Fahrrad kann man sie sich nicht anschauen, trotz vergossenem Schweiß, Schwielen am Hintern und verfluchten Reifenpannen...

 

Herzlichst, euer Thomas Schröder

im Sommer 2016

   
   
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